Reibers

Reibers

PFARRKIRCHENRAT DER PFARRE REIBERS

Die wichtigsten Aufgaben: Unterstützung des Pfarrers in finanziellen Angelegenheiten (Kirchenrechnung), bei der Verwaltung der Pfarre und in  baulichen Angelegenheiten.

Mitglieder des Pfarrkirchenrats in    R E I B E R S :

  • Pfarrer GR Mag. Gerhard Swierzek (Vorsitzender)
  • Wagner Mag. Gerald (Vorsitzender-Stv.)
  • Deimel Erika
  • Kößner Martin
  • Populorum Franz
  • Martin Schmitmaier
  • Wanko Erich
  • Zimmermann Otto

PFARRGEMEINDERAT DER PFARRE REIBERS

Die derzeitigen Mitglieder des Pfarrgemeinderats wurden zuletzt im Jahr 2017 gewählt. Die Arbeitsperiode dauert fünf Jahre.

Die wichtigsten Aufgaben und Arbeitskreise: Unterstützung des Pfarrers bei der seelsorgerischen Tätigkeit, Gestaltung von kirchlichen Festen und Feiern, Katholisches Bildungswerk, Caritas und soziale Dienste, Kinder- und Jugendarbeit (Jungschar), Vorbereitung für Erstkommunion und Firmung, Katholische Frauenbewegung, Öffentlichkeitsarbeit, etc.

Mitglieder des Pfarrgemeinderates  in    R E I B E R S  :

  • Pfarrer GR Mag. Gerhard Swierzek (Vorsitzender)
  • Deimel Erika (Vorsitzender-Stv.)
  • Bauer Helga (Vorstandsmitglied)
  • Hutter Michaela (Vorstandsmitglied)
  • Kößner Martin (Vorstandsmitglied)
  • Zimmermann Edith(Vorstandsmitglied)
  • Deimel Bettina
  • Schmied Josef
  • Wagner Mag. Gerald
  • Wanko Erich
  • Zuwach Rosina

 

Foto: EDV Franz Eipeltauer, Waldhers

 

 

PFARRKIRCHE REIBERS

Die Pfarrkirche St. Georg, erhöht im Nordteil des Ortes gelegen, ist eine breitgelagerte Hallenkirche, die in weiten Teilen im Jahr 1936 gebaut wurde. Der Westturm stammt aus dem Jahr 1903. Reibers wurde 1785 zur Pfarre erhoben und in der Folge wurde der ursprünglich einschiffige Bau verändert.

Text-Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Dobersberg
Autoren: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Dobersberg&action=history
Foto: Josef Bauer, Reibers

Geschichte der Pfarre Reibers

Die Gegend um Waldkirchen und Reibers wurde von den Grafen von Raabs um das Jahr 1100 besiedelt.

In der „Prima fundatio“, dem Zehentbuch des Klosters St. Georgen (1240 verlegt nach Herzogenburg) werden u.a. auch die die Pfarre Reibers bildenden Ortschaften Brunn, Reibers, Reinolz und Rudolz genannt: „In officina Waldkirchen: villa prunne, villa Reybeins, villa Reinoltz, in villa Ruedolffs, ad montem Egidy (officina = Zehentamt, villa = Dorf).

Die genetivischen Ortsnamen leiten sich von den Lokatoren (Gründern = Anführern des Kolonisationstrupps) her: Reybeins = Gut des Reutwein, Ruedolffs – Rudolz = Gut des Rudolf, Reinoltz = Gut des Reinold, [Pöngers/Pengers (Gut des Beringer)]. Mit Mons Egidy ist Gilgenberg, ein Bergheiligtum des hl. Ägidius gemeint.

Im Jahr 1356 wurden durch Marktgraf Johann von Mähren die Rittersitze in Reibers und Brunn niedergebrannt und auch Waldkirchen verwüstet. Die Rittersitze in Reibers und Brunn wurden auf Grund der großen Zerstörung nicht wieder aufgebaut, sondern in Bauernlehen umgewandelt. 1619 wurde der Ort Pöngers (Pengers) von den Schweden zerstört und nicht wieder aufgebaut, nur der Hof blieb erhalten.

In der Zeit der Religionswirren blieb der Ort Reibers von den Kämpfen verschont. Während in Dobersberg der evangelische Schlossherr Sigmund Puchheim die Untertanen zur „neuen Lehre“ zwang, blieben Waldkirchen und alle Orte, die zur Herrschaft Gilgenberg gehörten, katholisch.

Auch am Bauernaufstand von 1595/96 unter dem Bauernführer Andreas Schrembser, einem 75 jährigen Bauern aus Reinolz, beteiligten sich nur wenige Bauern aus Reibers und Waldkirchen, da diese zumeist Freibauern waren und daher von überhöhten Abgaben und vor allem von der Leibeigenschaft befreit waren.

Der letzte Besitzer aus adeligem Geschlecht auf dem Hofe in Reibers war der edle Herr Weichardus Woidich, welcher im Jahr 1672 in Reibers verstarb.

Die Pfarrchronik vermerkt aus mündlicher Überlieferung, die auch dokumentarisch belegt sein soll, dass in Reibers schon seit uralten Zeiten eine Wahlfahrtskirche „Zum Heiligen Georg“ bestand, die besonders zu Georgi, zu Walburga und Margaritha von zahlreichen Wallfahrern besucht wurde. Laut Dekanatsarchiv Raabs hatte die „Wallfahrtskirche“ in Reibers 1693 einen silbernen Kelch, drei schlechte Altäre und zweimal im Jahr Gottesdienst. Tatsache ist, dass das Gebiet von Reibers seit jeher zur Pfarre Waldkirchen gehörte.

Laut dem Bericht des Pfarrers von Waldkirchen vom März 1675 gab es in Reibers eine dem heiligen Georg geweihte Kapelle die im Jahr 1496 von Papst Alexander VI. einen Ablassbrief erhalten hatte: „Im Dorff Reyberß … ißt zu Ehren des heiligen Georgi ein Kirchl gestiefft und auferbaut worden … Und wird ein AblaßBrüff von Pergament, mit großen Plechenen Insiegeln, deren 6 seindt, inwendig mit rothem Biltnüssen von Wax eingedruckt, mit diesem Dato,“ nämlich 25. März 1496.

Im Visitationsbericht des „Dekanates vor dem Böhmerwald“ von 1643 heißt es unter Waldkirchen: „noch ein Capellen zu Reibiss ad S. Georgium, so des Jahrs ainmahlen besungen wird, ist der Pfarr incorporiert“ und in einem Bericht des Pfarrers von Waldkirchen aus dem Jahr 1688: „Ist im Dorf Reibers eine Capelle dem heiligen Georgis dedicirt … kein beneficium … Seindt in dieser Pfarre vollgende Dörffer: Reubers mit der Capellen … Brunn, Rudolz, Reinolz, … Item der Pengershof … allwo vorzeiten ein ganzes Dorff geweßt … zu der Capelle nach Reuberß seint jährlich 2 prozeßiones, eine am Sonntag vor Georgi und am 2. und 3. Pfingstfeiertag.“

Im Zuge der Josephinischen Neuerungen wurde im Jahr 1785 die Pfarre Reibers mit Brunn, Reinolz und Rudolz sowie dem Pengershof von der Pfarre Waldkirchen abgetrennt und als selbständige Pfarrgemeinde errichtet. Die Lokalie wurde vom NÖ Religionsfonds mit 300 Gulden dotiert. Erster Priester war Benedikt Schimmer (1785-1796). Die alte Kapelle wurde 1785 im Einheitsstil der Josephinischen Kirchen zur Pfarrkirche erweitert mit saalartigem flachgedecktem Langhaus und niedrigem Halbkreisabschluss. Der Turm wurde 1903 erbaut. Im Jahr 1936 wurde die Kirche unter Pfarrer Michael Rab nach beiden Seiten hin erweitert und neu eingerichtet. Haupt- und Seitenaltäre sind aus Granit, den Abschluss bildet ein großes Holzkreuz. Für den Pfarrhof hatte man ein Kleinhaus erworben. Trotz Umbau blieb es ein „niederes, dumpfes, gesundheitsschädliches“ Gebäude. Neben anderem wohl ein Grund warum die Lokalie 1796 wieder geschlossen wurde und durch einen Regierungserlass anbefohlen wurde, Reibers als Filialkirche der Pfarre Waldkirchen zu behandeln. Nur die Schule blieb bestehen und das Recht, die Verstorbenen in der Filialkirche einzusegnen und auf dem eigenen Friedhof zu bestatten. Die Pfarrmatrikeln, Amtsschriften und Paramente mussten dem Pfarrer von Waldkirchen übergeben werden.

Den Pfarrhof erwarb 1801 ein Webfaktor aus Dobersberg um 130 Gulden. 1810 verkaufte er ihn wieder um 400 Gulden an Adam Litschauer aus Reibers, welcher ihn 1820 der Pfarrgemeinde schenkte, als diese wieder um einen Priester ansuchte.

Erst 1821 wurde nach langen Verhandlungen und Kommissionen, die in der Pfarrchronik Reibers ausführlich beschrieben sind, und in deren abgefassten Niederschriften der Bauzustand von Kirche und Pfarrhof genau aufgezeichnet wurde, die Pfarre Reibers neu errichtet. Die Wiedererrichtung war auch dadurch begünstigt worden, dass der aus Reibers gebürtige Johann Appeltauer 700 Dukaten für die Dotierung eines Pfarrers in seinem Heimatort bestimmte. Er war als Maurer mit seinen zwei Brüdern nach Rumänien ausgewandert und hatte dort ein beträchtliches Vermögen erworben. Die Summe von 700 Dukaten entsprach im Jahr 1820 einem Wert von 4.900 Gulden.

Die Priesterstelle wurde sodann 1824 mit dem Kooperator von Kautzen Lokalkaplan Josef Weißenböck (1824-1843) neu besetzt. 1832 brannte während einer Feuersbrunst auch Kirche, Pfarrhaus und das Schulgebäude ab. Diese wurden aber 1833 wieder hergestellt.

Auf der Priesterstelle folgten sodann:

Lokalkaplan Karl Koppreiter (1843-1853)

Pfarrer Raimund Sasser (1853-1877)

Pfarrer Johann Nep. Müller (1878-1886)

1886 wurde Reibers für drei Monate von Dobersberg aus mitbetreut

Lokalkaplan Ferdinand Schlager (1887-1891)

Pfarrer Engelbert Hetzendorfer (1892-1900)

Pfarrer Rudolf Braith (1900-1911)

Pfarrer Alfons M. J. Langer (1912-1923)

Kooperator Johann Koller (1923-1924)

Pfarrer Michael Rab (1924-1941)

Pfarrer Josef Heiligenbrunner (1941-1965)

Nach dem Tod des letzten Pfarrers 1965 wurde die Pfarre zuerst von 1965 bis 1972 vom Pfarrer von Kautzen und von 1972 bis 2015 vom Pfarrer von Waldkirchen als Excurrendo-Provisor seelsorglich betreut.

Pfarrer Johann Stern (1965-1972)

Pfarrer Ulrich Küchl (1972-1976)

Pfarrer Josef A. Krahofer (1976-2015)

Seit der Pensionierung von Pfarrer Krahofer am 1.9.2015 gehört die Pfarre Reibers zum Pfarrverband Dobersberg-Gastern-Kautzen-Reibers-Waldkirchen. Sie wird nun von

Moderator Mag. Gerhard Josef Swierzek seelsorglich betreut.

 

Brunn

Am 15. August 1901 fand die Weihe der Kapelle in Brunn zu Ehren des Hl. Laurentius statt.

 

Reinolz

Die Kapelle in Reinolz zu Ehren des Hl. Michael dürfte im Jahr 1758 erbaut worden sein, diese Jahreszahl ist auf dem Verbindungsbogen zwischen Schiff und Altarraum zu lesen. Renoviert wurde die Kapelle in den Jahren 1868 und 1997.

 

Rudolz

Die Kapelle in Rudolz zu Ehren des Hl. Leopold beging im Jahr 2011 ihr 200 Jahr Jubiläum.